Gedenken Februar 2021- Geburtstagssteine

Wir vergessen euch nicht: Mit Geburtstagssteinen ehren wir die im Februar ermordeten Fuldaer Juden
Gedenken Februar 2021

Gedenken Februar 2021

Gedenken Februar 2021

Flora Nussbaum, Gedenkstein Februar 2021

Eva Frank, Gedenkstein Februar 2021

Emma Katz, Gedenkstein Februar 2021

Abraham Goldschmidt, Gedenkstein Februar 2021

Willi Wolf Bacharach, Gedenkstein Februar 2021

Regine Hoechster, geb Eschwege, Gedenkstein Februar 2021

Minna Strauss, geb. Plaut, Gedenkstein Februar 2021

Meier Wolf Nussbaum, Gedenkstein Februar 2021

Menasse Löser, Gedenkstein Februar 2021

Max Plaut, Gedenkstein Februar 2021

Leo Blumenthal, Gedenkstein Februar 2021

Jenny Sachs, Gedenkstein Februar 2021

Isaak Flörsheim, Gedenkstein Februar 2021

Frieda Hess, Gedenkstein Februar 2021

Fränze Wahlhaus, Gedenkstein Februar 2021

Wir als Gruppe möchten, beginnend im Februar, an den Geburtstagen der Ermordeten ganz besonders an sie erinnern. Bei vielen Opfern wissen wir nicht, wann sie aus dem Leben gerissen wurden, aber an einen Geburtstag können wir ganz konkret an diesen einen Menschen denken und ihm oder ihr und den Familien zeigen, dass dieser Mensch nicht vergessen ist.

Aus diesem Grund beschriften wir dafür einen Stein mit dem Namen und dem Geburtstag. Manchmal haben wir sogar das Glück ein Foto des Menschen zu haben, sodass wir in seine und ihre Augen sehen können.

Wir vergessen euch nicht!

Frieda Hess, geb. Katz

*02.02.1903 in Uttrichshausen

Frieda kommt 1927 gemeinsam mit ihrem Mann Max nach Fulda und wohnt am Abtstor 2.

Sie konnten ihre Kinder Ilse und Josef mit einem Kindertransport nach England retten. Ilse wurde mit ihrem Mann am 8. Dezember 1941 von Fulda nach Riga deportiert, später weiter ins Konzentrationslager Stutthof, wo sie 1944 ermordet wurde.


Minna Strauss, geb. Plaut

*04.02.1878 in Frielendorf

1938 zog Minna mit Ehemann und Sohn aus Bad Salzschlirf nach Fulda und lebte am Schweinemarkt 15, bis sie am 31.05.1942 von Fulda nach Sobibor deportiert und gleich nach ihrer Ankunft dort ermordet wurde.


Isaak Floersheim

*04.02.1919 in Fulda

Isaak wohnte in der Kapuzinerstrasse 3, lernte an der Fuldaer Jeschiwa und zog am 17. Mai 1938 nach Telsiai um an der dortigen Jeschiwa zu studieren. Obwohl er eines der begehrten „Sugihara Visa“ erhielt, wurde er in Litauen ermordet, Zeitpunkt unbekannt.


Meier Wolf Nussbaum

*10.02.1874

Meier wohnte in der Lindenstraße 35 bis zu seiner Auswanderung in die Niederlande am 14.03.1939. Von Westerbork wurden er und seine Frau am 25.05.1943 nach Sobibor deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet.


Willi Bacharach

*12.02.1869 in Grebenau

Am 01.06.1939 zog Willi Bacharach mit seiner Frau Emilie nach Fulda und wohnte in der Rangstraße 1.

Am 05.09.1942 wurde er aus Fulda nach Theresienstadt deportiert und am 28.10.1944 in Auschwitz Birkenau ermordet.


Jenny Sachs, geb. Hesdoerffer

*17.02.1870 in Fulda

Jenny Hesdoerffer verzog in jungen Jahren aus Fulda nach München, wo sie mit ihrem Mann und den drei Töchtern lebte. Am 18.06.1942 deportierte man sie von München nach Theresienstadt, wo sie am 04.12.1942 ermordet wurde.


Menasse Loeser

*18.02.1855 in Fulda

Menasse lebte bei seinen Eltern in der Friedrichstraße 13, bis er 1871 in die Niederlande auswanderte. Er heiratete 1904 in Frankfurt und lebte am 17.05.1939 In der Trutz 27. Am 15.09.1942 erfolgte seine Deportation nach Theresienstadt, wo er 27.09.1942 starb.


Eva Frank

*20.02.1933 in Fulda

Eva lebte mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern in der Sturmiusstraße 5. Am 20. Oktober 1937 zieht sie mit den Eltern und einem jüngeren Bruder nach Wiesbaden und wird am 11. Juni 1942 von Frankfurt nach Sobibor deportiert, wo sie direkt nach Ankunft ermordet wurde.


Abraham Goldschmidt

*20.02.1884 in Heubach

Abraham kam am 15. Mai 1910 aus Heubach nach Fulda. Er heiratete 1919 und lebte mit seiner Frau und zwei Söhnen in der Florengasse 53.
Am 10. November 1938 wurde er nach Buchenwald deportiert und dort einige Wochen inhaftiert. Am 8. Dezember 1941 erfolgte die Deportation von Fulda nach Riga, wo er im April 1943 ermordet wurde.


Flora Nussbaum, geb. Freudenthal

*22.02.1871 in Theilheim

Flora lebte mit ihrem Mann und den acht Kindern in der Petersberger Straße 25. Am 05.09.1942 wurde sie von Fulda nach Theresienstadt deportiert und von dort am 29.09.1942 nach Treblinka. Hier wurde sie zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet.


Max Plaut

*23.02.1874 in Hünfeld

Max wohnte in der Petersberger Straße 4 und war alleinstehend. Am 05.09.1942 erfolgte seine Deportation von Fulda nach Theresienstadt, wo er am 28.12.1942 ermordet wurde.


Fränze Wahlhaus

*23.02.1925 in Gersfeld

1938 zieht Familie Wahlhaus aus Gersfeld nach Fulda in die Johannisstraße 14. Am 31.05.1942 wurde Fränze von Fulda nach Sobibor deportiert und gleich nach ihrer Ankunft ermordet.


Martina/Martha Weinberg, geb. Herzberg

*25.02.1887 in Bueckeburg

Martha lebte seit 1912 in der Petersberger Straße 9 in Fulda. Am 31.05.1942 wurde sie von Fulda nach Sobibor deportiert und gleich nach ihrer Ankunft dort ermordet.


Regine Hoechster, geb. Eschwege

*25.02.1869 in Fulda

Regine lebte in der Mittelstraße 27, verzog aber bereits in jungen Jahren. 1893 heiratet sie den Storndorfer Herz Hoechster. Am 17. Mai 1939 lebte sie mit ihrem Mann in der Corneliusstraße 1 in Frankfurt. Von dort wurde sie am 1. September 1942 zunächst nach Theresienstadt und am 29. September 1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.


Emma Katz, geb. Birnbaum

*25.02.1885 in Fulda

Bis 1908 lebte Emma bei ihren Eltern in der Bahnhofstraße 14. Sie heiratete in diesem Jahr und zieht zu ihrem Mann Josef Katz nach Gießen.

Am 17.05.1939 wohnte sie in der Niedenau 43 in Frankfurt und von dort erfolgte 1942 die Deportation an einen unbekannten Ort. Ihr offizielles Todesdatum ist der 8. Mai 1945.


Leo Blumenthal

*26.02.1907 in Fulda

Er wohnte mit seinen Eltern und fünf Geschwistern in Fulda in der Johannisstrasse 12.

Am 19. Oktober 1934 wanderte er in die Niederlande aus. Dort lebte er von 1940 bis 1942 im Versteck. Am 15. Juli 1942 wurde Leo, seine schwangere Frau und die beiden Kinder wurden von Westerbork nach Auschwitz deportiert und ermordet.

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